Literatur-Empfehlungen

Viele haben sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der föderalen Struktur unseres Landes beschäftigt, auf dem Hintergrund unserer Geschichte, aus philosophischer Perspektive, unter den Aspekten der Demokratieentwicklung und aus vielen anderen Gründen.

Hier ist der Ort, auf entsprechende Bücher, Artikel oder Beiträge hinzuweisen oder sie inhaltlich vorzustellen.

Empfehlung am 20.01.2021:


Heinrich August Winkler: „Wie wir wurden, was wir sind“, Eine kurze Geschichte der Deutschen
Verlag C.H.Beck, München 2020

Angesichts der gegenwärtigen politischen Entwicklungen und den spannungsreichen Formen der Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und den Ländern ist die Lektüre des Buches „Wie wir wurden, was wir sind“ sehr zu empfehlen.

Hier nur zwei Zitate, die spannende Hintergründe deutlich werden lassen:

„Die Entscheidung, einen westdeutschen Bundesstaat mit starken Ländern und einer schwachen Zentralgewalt zu schaffen, fiel auf einer Konferenz der drei Westmächte und der „Benelux-Staaten“, die von Februar bis Juni 1948 in London tagte“ (Seite 118). Das waren die sogenannten Londoner Empfehlungen zum Grundgesetz.

„Der Mitwirkung der Länder an der Gesetzgebung des Bundes räumte das Grundgesetz, nicht nur unter dem Druck der Alliierten, vor allem Frankreich, sondern auch auf bayrisches Drängen, einen sehr viel höheren Rang ein als dreißig Jahre zuvor die Weimarer Reichsverfassung“ (Seite119).

Wilfried W. Steinert